Die Internationale Textiltriennale

Die Internationale Textiltriennale in Łódź ist derzeit die größte und renommierteste der ältesten Ausstellungen für Faserkunst in der Welt. Es ist auch ein Wettbewerb, an dem - seit der zweiten internationalen Ausgabe 1975 - Künstler aus allen Kontinenten teilnehmen. Die Künstler stehen miteinander im Wettbewerb um Preise, darunter die Goldmedaille (Grand Prix), die seit vielen Jahren für äußerst prestigeträchtige Auszeichnung gilt.

Die internationale Jury verleiht eine Gold-, zwei Silber-, drei Bronzemedaillen und Auszeichnungen. Auch die Medaille des Zentralen Textilmuseums in Łódź, die von einer unabhängigen Jury, die sich aus dem Fachpersonal des Museums zusammensetzt, verliehen wird, genießt die Anerkennung der Künstler. Am Eröffnungstag der Ausstellung versammelt sich das Publikum aus der ganzen Welt, um zu verkunden, wer ausgezeichnet wird (Geheimnis bis zu den letzten Augenblicken) Die meisten der Gewinner erhalten die Medaillen persönlich. Die Ausstellung der Internationalen Textiltriennale in Łódź, die nach dem Wettbewerb stattfindet, sowie die zahlreichen begleitenden Veranstaltungen und Ausstellungen bilden das einzigartige Stofffestival. Werke, die auf der Ausstellung nebeneinander stehen, unterscheiden sich oft in Form und Inhalt, weil die Organisatoren des Wettbewerbs keine Themen aufstellen, keine spezifischen Techniken oder Stilistiken fördern. Formale Anforderungen bestimmen nur, dass die Arbeiten aus Fasermaterialien oder Interlaced-Technologie (Zeilensprungverfahren) bestehen und nicht mehr als 3x3x3 m groß und 100 kg schwer sein dürfen. Dank dieser Vielfalt kann die Internationale Textiltriennale die aktuellen Tendenzen in der Kunstwelt aus aller Welt so umfassend darstellen.

Seit der Gründung des Wettbewerbs - bis zur 15. Ausgabe der Triennale - haben 1595 Künstler aus 71 Ländern daran teilgenommen. Jede Ausgabe der Ausstellung wird von einem illustrierten Katalog begleitet, der die Werke der Gewinner präsentiert. Das Museum ist der einzige Veranstalter der Ausstellung seit 1985.